Erzähl uns deine Lockengeschichte! My Curl Story - Lashmi


Das Thema Haare war und ist für mich ein ganz sensibles Thema. Meine Mutter hat mir früher immer die Haare geflochten, das gefiel mir gar nicht. Ich wollte dann sehr früh die Haare glatt haben, so dass ich in Berührung mit chemischer Glättung kam. Es brannte, es war unangenehm, aber die Haare danach viel leichter zu handeln.

Meine Mutter war leider auch sehr zufrieden mit der chemischen Glättung, weil sie mit meinem vielen Haaren völlig überfordert war. So trug ich meine Haare meist glatt, oder auch mal in Braids. Als ich älter wurde, kam dann das Interesse für Extensions dazu. Ich gab unnötig viel Geld dafür aus, aber ich gefiel mir gut, mit den langen schwarzen Haaren. Habe dafür auch viele Komplimente bekommen und mir nichts weiter dabei gedacht. Der Wendepunkt kam während meines Auslandpraktikums in England 2015. In der Zeit habe ich mich sehr für natürliche Produkte und Ernährung interessiert.

Ich recherchierte viel im Internet und stieß auf einen kleinen Artikel, der sich mit chemischer Glättung befasste. Da wurde mir erst klar, wie ungesund diese Prozedur ist.

Ich überlegte lange, wie ich dann meine Haare tragen sollte. Ich hab sie mir geflochten und war damit zufrieden. In der Schule, in der ich Praktikantin war, gab es ein dunkelhäutiges Mädchen, dass sich die Haare Abschnitt, um ihre Locken zu tragen. Ich fand dieses 14 jährige Mädchen so mutig. Ich stand vor meinem Spiegel und überlegte. Sollte ich mir wirklich die Haare abschneiden? Ich tippte bei YouTube "big chop" ein. So nennt man es, wenn man sich die Haare radikal abschneidet. Ich tat es einfach. Nach dem ersten Schock, fand ich es ganz gut. Die Haare waren sehr kurz aber ich konnte meine Locken endlich sehen. Am nächsten Tag hab ich mich bei dem Mädchen bedankt, weil sie mir so viel Mut gemacht hat. Von da an habe ich meine Haare nichtmehr geglättet, sondern einfach und natürlich wachsen lassen.

Lashmi

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